Geschichte von Hirschegg

Der Name Hirschegg, 1490 in einer Urkunde „Hirßegk“ bezeichnet, vor etwa 100 Jahren noch als „Hirscheck“ in den Matrikenbüchern zu lesen, dürfte sicherlich auch mit der alten Legende über den Markgrafen Wilhelm zusammenhängen. Markgraf Wilhelm, der Gemahl der Heiligen Hemma, weilte in Hirschegg sehr oft und war auch ein begeisteter Hirschenjäger. Von einem kapitalen Hirsch am Leben bedroht, flüchtete der Markgraf hinter einem Baumstrunk und gelobte, eine Kirche erbauen zu lassen, wenn er mit dem Leben davonkäme. Sonderbarerweise findet sich auf den Hochaltar der Pfarrkirche zu Hirschegg ein Hirsch, vor dem Altarschrein liegend, in dem die Geburt Christi, von einem süddeutschen Meister wundervoll geschnitzt, dargestellt wird.

 

Kaiser Otto III schenkte das Gebiet hier ringsum am 13.04.1000 dem Markgrafen Adalbero, der einen Hauptsitz in Hengsberg bei Wildon hatte. Der Mittelpunkt dieses großen Herrschaftsbezirkes wurde aber Piber, wo um das Jahr 1096 bereits eine Kirche erbaut wurde, die auch volle Pfarrberechtigung erhielt. Von dort aus wurden neue Siedlungen, Dörfer und Kirchen im Stubalmgebiet errichtet.

 

Interessant ist es auch zu wissen, dass die Pfarre Hirschegg zwei Dominien (Herrschaften) gehörte, und zwar dem Stifte St. Lambrecht mit dem Gebiet auf der linken Seite der Teigitsch und dem Stift Rein bei Graz, auf der rechten Seite. Die Besitzrechte von St. Lambrecht (Piber) datieren vom Beginn des 12. Jahrhunderts, als Herzog Heinrich aus dem Geschlecht der Eppensteiner 1103 den „Großen Forst zwischen Teigitisch und Graden“ dem Stifte schenkte, während das Stift Rein gegen Ende des 12. Jahrhunderts das jenseits der „Teukwitsch“ gelegene „Gotenfeld“ vom letzten Traungauer, Ottokar, als Geschenk erhielt. Diese beiden Dominien entsprechend, teilte sich die alte Pfarre bis Ende der Sechzigerjahre in die beiden Katastralgemeinden Hirschegg-Rein und Hirschegg-Piber. Die Besitzer waren frei und nur hinsichtlich ihrer Huben den Dominien gegenüber zinspflichtig, jedoch ohne Robotpflichten.

 

Das alte Schulhaus befand sich in Hirschegg-Piber beim Gehöft vlg. Weß. Als dasselbe 1724 abbrannte, wurde das Haus neben dem Pfarrhof (heute noch erhalten – Haus Schweiger) als Schulhaus eingerichtet. Im Jahr 1905 wurde das heutige Schulgebäude geweiht und feierlich eröffnet.

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